"Was ist, wenn Lebensgeschichten sich nicht zu großen Erfolgsstories zusammenfügen? Wenn jedes Fragment ein neues Scheitern, ein großes Flickwerk vergebener Möglichkeiten ist? Wenn Disziplinierung und Selbstdisziplinierung aus der Spur bringen? Wenn ein Mensch nicht funktioniert in einer Gesellschaft, in der alle zu funktionieren scheinen?
‚Jeder ist seines Glückes Schmied‘ - Doch was passiert, wenn alle Aktivität ins Leere führt, wenn irgendwann nichts mehr geht? Was, wenn aus dem Freiheitsversprechen Überlastung wird?"
Die Performance Poppy’s Monster - my self in a black box beschäftigt sich mit der zur Verpflichtung geronnenen Freiheit gegenwärtiger Selbstverantwortung: Es wird ein Prozess inszeniert zwischen Überforderung und Lust an der Herausforderung, die Herausforderung bis zum Äußersten als geistige, körperliche und psychische Zukunftsinvestition. Ein offenes Spiel am unscharfen Übergang von Chancen zu Risiken biographischer Unumkehrbarkeit.
Die Performance ist eine Collage, bei der zeitgenössischer Tanz, Texte und Autobiografisches mit Musik und Klangexperimenten zu einer Suchbewegung in und an der black box des eigenverantwortlichen Selbst verbunden sind.
Poppy’s Monster ist die erste Performance von Jan Deck und Katja Kämmerer, welche sie als Künstlerensemble Profi Kollektion realisieren. Entwickelt wurde dieses Projekt gemeinsam mit der Frankfurter Tänzerin Vivien van Deventer, dem Musiker und Komponisten Falk Hübner aus Rotterdam und der Sozialpädagogin Minusch Gustke aus Darmstadt.








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