INGOLF #1 LEBT ALLEIN music theatre

ingolf #1 lebt allein from Hannes Seidl on Vimeo.

Daniel Kötter / Hannes Seidl

ingolf

sechsteilige Musiktheater-Reihe

17 april 2016, 6pm
8 may 2016

ingolf #1
lebt allein

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen

#2-#6 2016/2017

Eine gemeinsame Produktion des Musiktheater im Revier mit dem Fonds Experimentelles Musiktheater

Wir beauftragen Ingolf Haedicke, 70, ehemaliger Mitarbeiter des DDR-Rundfunks, erklärter Verächter des Zeitgenössischen und passionierter Hobby-Bastler, für uns und das MiR eine Oper zu entwerfen, künstlerisch und institutionell.

Seine Vorschläge sind textlicher und inhaltlich-formaler Ausgangspunkt des Projekts ingolf.

Im Laufe von zwei Jahren werden ausgehend von einer Dokumentation eines Tags von Ingolf Haedicke sechs Arbeitsberichte in verschiedenen Formaten entstehen: Filmkonzert, Installation, Werkstattbegehung, Stadtraumintervention und Orchesterkonzert. Das Prinzip ingolf ist expansiv: Mitarbeiter des MiR und Bewohner von Gelsenkirchen können im Laufe der zwei Jahre Facetten von ingolf übernehmen, darstellen, repräsentieren - ingolf werden.

ingolf ist eine Antwort auf die Frage: Wie lassen sich Alltagspraktiken und Theaterbetrieb kombinieren, sich gegenseitig virtuos fiktionalisieren und aushebeln? Wie kann Alltag Kunstforschung betreiben und wie künstlerische Praxis Alltagsforschung.

ingolf #1
lebt allein

ingolf ist zunächst einmal Ingolf Haedicke, 72, ehemaliger Leiter der Phonothek des Musikwissenschaftlichen Instituts der Humboldt Universität Berlin, ehemaliger Mitarbeiter des DDR-Rundfunks und passionierter Hobby-Bastler.

Für einen Tag – vom Aufstehen bis zum Einschlafen – wird er der Protagonist des ersten Teils des Projekts ingolf, das als Kooperation zwischen dem Fonds Experimentelles Musiktheater (feXm) und dem MiR in Gelsenkirchen entsteht. Während der Filmemacher Daniel Kötter, der Komponist Hannes Seidl und die Szenographin Rahel Kesselring ihn durch den Tag mit Kamera und Mikrofon begleiten – beim Basteln, bei Gesprächen mit ehemaligen Studenten, in seiner Stammkneipe – skizziert ingolf immer wieder seine neue Oper. Und während er über sie spricht, Chladniescheiben als Bühnenmodelle entwirft, mit selbstgebauten Theremins seine Musik vorspielt, wird die Szenerie des Films selbst zum Musiktheater, wird seine Wohnung zur Bühne, die Klänge darin zu Musik, sein Tagesablauf zur eigentlichen Handlung.

In musikalischer Interaktion mit diesem Leinwandgeschehen locken die vier Sopranistinnen Sina Jacka, Bele Kumberger, Noriko Ogawa-Yatake und Christa Platzer das Publikum auf ingolfs Sirenenfelsen in seine Berliner Wohnung.

Mit Sina Jacka , Bele Kumberger, Noriko Ogawa -Yatake, Christa Platzer (Gesang), Bernhard Stengel (Keyboard)
Film, Musik, Regie Daniel Kötter, Hannes Seidl
Szenographie Rahel Kesselring
Dramaturgie Anna Grundmeier (MiR), Roland Quitt (FeXm)
Produktionsbüro Berlin: ehrliche arbeit - freies Kulturbüro

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen

Termin Sonntag, 17. April 2016, 18.00 Uhr, Kleines Haus
Weiterer Termin Sonntag, 8. Mai 2016, 18.00 Uhr, Kleines Haus

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