Katalog

Monografischer Katalog

152 Seiten
Ca. 90 farbige Abbildungen
20,3 x 27 cm
Schweizer Broschur mit offener Fadenheftung
Deutsch/Englisch

Revolver Publishing, Berlin
978-3-86895-252-0
24 Euro

Der monografische Katalog erschien anlässlich der Einzelausstellung „To the People of the City“ im Frankfurter Kunstverein, 8. Dezember 2012 bis 03. Februar 2013. Er vereint eine Auswahl von Arbeiten der letzten sieben Jahre und bietet so einen umfassenden Einblick in das Schaffen des Künstlerpaares. Auch die titelgebende Installation, welche im Rahmen der Einzelausstellung im Frankfurter Kunstverein zu sehen war, ist ausführlich dokumentiert.

„Wiebke Gröschs und Frank Metzgers seit dem Beginn ihrer gemeinsamen künstlerischen Tätigkeit konsequent verfolgte Arbeitsweise, ihr formaler Umgang mit heterogenen Elementen und Medien, basiert auf einem klaren Blick. Ausgehend von präzisen Analysen werden Beziehungen hergestellt, wobei jederzeit, oftmals auch spielerisch, die Möglichkeit von Widerstand evoziert und Handlungsspielräume aufgezeigt werden.
Wie wird Kunst zum Analyseinstrument für gesellschaftliche Vorgänge? Wodurch kann Kunst ein diskursives Bewusstsein aktivieren? Die Erweiterung des Kunstbegriffs in den frühen 1970er-Jahren und die damit verbundene ästhetische Dimension des Politischen bilden einen Kernpunkt in den Arbeiten von Wiebke Grösch und Frank Metzger. Sie reihen sich damit ein in eine Gruppe von Künstlern wie Andrea Fraser oder Hans Haacke, die die künstlerische Forschung als Grundlage ihrer Arbeiten sehen. Seit der konzeptualistischen Wende ist die künstlerische Arbeitsweise nicht mehr reduzierbar auf Mittel zur Bilderzeugung, sondern es geht in weiterer Folge um künstlerische Strategien, die sich mit Wissensproduktion auseinandersetzen.
Es geht hier letztlich auch um Bildforschung, um die Analyse von Bildern und ihre Appropriation. Es geht aber genauso um ein komplexes Interesse an Inhalten, die sich aus den verschiedensten Bereichen wie Theater, Politik und Gesellschaft zusammensetzen, um dann in einer künstlerischen Arbeit in einen Zusammenhang gebracht zu werden. Wiebke Grösch und Frank Metzger stellen diese Parameter zur Diskussion, indem sie mit Überschneidungen und direkter Gegenüberstellung auf eine Form der künstlerischen Forschung hinweisen, die sich auf eine komplexe Vernetzung von Inhalten stützt. Auch in ihren installativen Werken geht es um das Aufbrechen und Analysieren gesellschaftlicher Strukturen sowie das Offenlegen der dazugehörigen Prozesse. Sie unterlaufen dabei die diskursive Macht wissenschaftlicher Klassifizierung, indem sie eine kalkulierte Unschärfe und Mehrdeutigkeit in ihre Arbeit einfließen lassen.“

Aus dem Text „Die Wucht des Widerstandes“ von Nina Herlitschka und Bettina Steinbrügge

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